Selbstständigkeit und Wohnen im Mittelpunkt des Eltern- und Angehörigenabends

Wie kann ein selbstständigeres Leben für Menschen mit Behinderung gelingen? Welche Wohnmöglichkeiten gibt es und welche Unterstützung steht Familien dabei zur Verfügung? Mit diesen Fragen beschäftigte sich der Eltern- und Angehörigenabend, zu dem die Mittweidaer Werkstätten, die Beratungsstelle Lebenshelfer und die Ambulanten Dienste der Lebenshilfe Mittweida e. V. am 02.06.2026 eingeladen hatten.

Nach der Begrüßung durch Geschäftsführer Thomas Trommer standen zunächst die Erfahrungen von Menschen im Mittelpunkt, die diesen Schritt bereits gegangen sind. So berichteten Werkstattbeschäftigte über ihren Weg aus dem Elternhaus, ihre heutige Wohnsituation und die Herausforderungen, die mit mehr Eigenständigkeit verbunden sind. Die persönlichen Einblicke machten deutlich, dass die Wege sehr unterschiedlich verlaufen und individuelle Unterstützung dabei eine wichtige Rolle spielt. Ergänzt wurden die Berichte durch die Perspektive einer Mutter, die schilderte, wie ihre Familie den Übergang begleitet hat. Dabei wurden sowohl die Fragen und Sorgen von Angehörigen als auch die positiven Entwicklungen, die mit einem selbstständigeren Leben verbunden sein können, thematisiert.

Im Anschluss informierten die Beratungsstelle Lebenshelfer sowie die Ambulanten Dienste über ihre Unterstützungsangebote. Vorgestellt wurden unter anderem Beratungs- und Begleitmöglichkeiten für Menschen mit Behinderung und ihre Familien – von ersten Überlegungen bis zur konkreten Umsetzung eines Wohnwechsels.

Im zweiten Teil der Veranstaltung gab Geschäftsführer Thomas Trommer einen Überblick über aktuelle Entwicklungen in den Mittweidaer Werkstätten.

Die Veranstaltung wurde von vielen Teilnehmenden genutzt, um Fragen zu stellen, Erfahrungen auszutauschen und Kontakte zu knüpfen. Die große Resonanz zeigte, dass das Thema Wohnen und Selbstständigkeit viele Familien beschäftigt und der Bedarf an Informationen und Austausch hoch ist.